„Schembecker Familien im Außenbereich müssen unkompliziert auf dem eigenen Grundstück bauen können“, betont Rainer Gardemann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Schermbecker Gemeinderat. Die CDU-Fraktion hat deshalb einen Antrag gestellt, der am Dienstag, 1. März, im Schermbecker Bauausschuss beraten wird. „Wir fordern, den Grundsatzbeschluss zum kommunalen Baulandmanagement, der am 10. Oktober 2018 vom Gemeinderat verabschiedet wurde, an einer entscheidenden Stelle zu ändern“, erklärt Rainer Gardemann.

Der bisherige Grundsatzbeschluss zielt mit seinen Regelungen darauf ab, dass Grundstückseigentümer im Außenbereich, die Bauland für eigene Familienmitglieder bereitstellen wollen, dieses zunächst der Gemeinde Schermbeck anbieten müssen. „Das wollen wir ändern“, so der Fraktionsvorsitzende. Viele Schermbecker Familien, die im Außenbereich wohnen, wollen den nachwachsenden Generationen ermöglichen, nahe am Elternhaus zu bauen. „Sie scheuen aber davor zurück, die Grundstücke vor dem Verfahrensbeginn an die Gemeinde zu veräußern und bauen dann lieber gar nicht. Wenn wir familiär bedingte Wohnraumschaffung künftig nicht mehr den Vorgaben des Baulandmanagements unterwerfen, bieten wir hiermit jungen Generationen mit Ortsverbundenheit nicht nur eine wohnliche Zukunft in Schermbeck, sondern ermöglichen auch eine bessere familiäre Hilfe oder gar Pflege. Wir helfen mit dieser Änderungen Familien mit eigenbedarfsorientierten Bauvorstellungen möglichst einfach und unkompliziert.“

Eine „Hintertür“ für die Gemeinde möchte Rainer Gardemann aber offenlassen: „Der Kommunalpolitik soll mit dem Beschluss die Befugnis erhalten bleiben, im Rahmen einer Einzelfallentscheidung mit den Betroffenen Regelungen zu vereinbaren, welche die Interessen der Gemeinde wahren.“