CDU diskutiert das Spielplatzkonzept

Im Rahmen einer auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger offenen Mitgliederversammlung diskutierte die CDU das von der Gemeinde vorgelegte Spielplatzkonzept. Eine Arbeitsgruppe innerhalb der Ratsfraktion hatte sich intensiv mit dem Konzept beschäftigt, die Daten ausgewertet und jeden Spielplatz persönlich in Augenschein genommen.

CDU-Vorsitzender Christian Hötting betonte, dass es sich bei den vorgestellten Ergebnissen zunächst nur um eine Diskussionsgrundlage handeln würde.

Im Rahmen der nächsten Schritte könne dieser Entwurf noch von Bürgern diskutiert und verändert werden.

Zu diesem Zwecke wurde auf der Homepage der CDU Schermbeck unter "Bürgerbeteiligung" ein eigener Bereich geschaffen in welchem man Informationen zum Konzept erhält und Anregungen geben kann.

Am 04.06.2012 wird das Thema mit den dann vorliegenden Anregungen aus der Bürgerschaft in der Fraktion diskutiert und am 06.06.2012 im Betriebsausschuss beraten. Dann erst werde man eine erste Marschrichtung für die Verwaltung gefasst haben.

Grundsätzlich wurde festgehalten, dass sich eine Aufgabe von Spielplätzen in der Form positiv bemerkbar machen muss, dass die Gemeinde Geld einspart und der Bauhof Arbeitsstunden. Diese sollen dann in die Pflege der weiterhin bestehenden Spielplätze investiert werden. Dazu müsste die Verwaltung dann konkrete Berechnungen vorlegen um bewerten zu können, ob die bisherigen Überlegungen Sinn machen.

"Lieber weniger Spielplätze besser pflegen und attraktiv gestalten, als viele, teilweise wenig genutzte Spielplätze nur unzureichend." war der Tenor der Versammlung. Aus der Vorstellung ging hervor, dass Schermbeck gut mit Spielplätzen (24 im Gemeindegebiet) abgedeckt sei und bei einer Aufgabe kein "Kahlschlag" erfolge. Darauf sein in der Arbeitsgruppe geachtet worden.

Aus der Versammlung wurde der Wunsch laut, dass eine Aufgabe von Spielplätzen nicht zu "wilden Müllkippen" führen dürfe, sondern eine Nachnutzung ins Auge gefasst werden sollte. Auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sollte darüber nachgedacht werden, Plätze für ältere Menschen zu schaffen.

Eine weitere Feststellung der Arbeitsgruppe war der Grundsatz, dass die durch die Aufgabe von Spielplätzen frei werdenden Flächen nicht verkauft oder bebaut werden sollen.

Sie sollen sich weiterhin im Besitz der Gemeinde befinden und höchstens für eine Nachnutzung verpachtet werden. Nur wenn eine sinnvolle Nachnutzung gefunden wird, soll der Spielplatz letztlich aufgegeben werden.

Einig war man sich in der Einschätzung, dass das Spielplatzkonzept ein dauerhaft laufender Prozess ist und wie viele andere Dinge einer ständigen Betrachtung unterworfen sein muss.

"Wir wollen nicht nur aus finanziellen Erwägungen Spielplätze aufgeben, denn die rein finanzielle Einsparung ist nicht der entscheidende Faktor. Das wäre zu kurz gegriffen und nicht Sinn der Sache. Eltern und Kindern wäre mehr gedient, wenn man die verbliebenen Ressourcen an Geld und Zeit gezielter einsetzt um letztlich mehr davon zu haben. Das große Netz von Spielplätzen bietet hier Ansatzmöglichkeiten, ohne dass es zu einem Kahlschlag kommt." erläuterte Christian Hötting.

Auch in Zukunft sollen Kinder in Schermbeck gut spielen können, wenngleich sich das Freizeitverhalten mit den Jahren auch verändert hat. Das merkt man auch an der Spielplatznutzung.

Darum ist es ein weiterer Grundsatz der Arbeitsgruppe, dass es in jedem größeren Ortsteil auch weiterhin einen Spielplatz geben muss.

 

Datei:

mitgliederversammlung-22-05-2012.pdf