In der Presse wird hin und wieder der Eindruck erweckt, dass der Kommunalbetrieb Schermbeck, was die Mittel für die Unterhaltung von Straßen und Wirtschaftswegen angeht, von der Politik zu kurz gehalten wurde.
 
Dies ist nicht zutreffend, da
  • die finanziellen Mittel aufgrund der Haushaltslage nicht zur Verfügung standen und stehen,
  • wir die Ansätze nicht signifikant erhöhen konnten, da die Sanierung von Straßen und Wegen aus Sicht der HSK-Vorschriften zu den freiwilligen Aufgaben zählt. Unsinnig, aber so ist es. Das heißt, auch hier durften wir nicht draufsatteln wie wir wollten.
  • der Investitionsstau mittlerweile so hoch ist, dass wir Kredite aufnehmen müssten um diesem angemessen zu begegnen. Dies dürfen wir aber ebenfalls aufgrund der Haushaltssicherung nicht.
 
Das heißt, alle schönen Fensterreden von "man müsste mal" sind unredlich. Darum sagen wir als CDU: Erst die finanzielle Entscheidungsgewalt wiedererlangen und dann an diese Probleme ran. Alles andere bringt uns nicht weiter.
 
Die Verwaltung hat auf unsere Nachfrage dargelegt, dass eine von der CDU favorisierte Grundsanierung zwar die wirtschaftlichere, aber was Zeit und Geld angeht, die teurere und langsamere Variante ist. Statt mehrere Straßen mittels des sogenannten Dünnschichtverfahrens zu konservieren, damit die Schäden oberflächlich nicht noch größer werden und der Unterbau damit in Mitleidenschaft gezogen wird, könnte pro Jahr mit den zur Verfügung stehenden Mitteln bei einer Grundsanierung nur eine oder maximal zwei Straßen gemacht werden. Ärger unter den betroffenen Anliegern deren Straßen erst später gemacht werden ist dann vorprogrammiert.
 
Die CDU hat lange überlegt und ist mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Vorgehensweise nicht glücklich, sieht sie aber als die einzig derzeit machbare an.
"Wir verschaffen uns lediglich Zeit. Mehr ist derzeit nicht drin. Das ist unbefriedigend aber derzeit die einzige Möglichkeit." bedauerte der Sprecher der CDU im Betriebsausschuss Jan Kleinlosen die Situation.
 
Weiterhin wurde beschlossen, dass bei den Wirtschaftswegen was die Sanierung betrifft, auch die Nutzung des Weges eine Rolle spielen muss. Reicht bei einer rein landwirtschaftlichen Nutzung ein Schotterweg oder ist bei einer eher touristisch oder von Anwohnern genutzten Straße eine Asphaltdecke erforderlich.