Die CDU-Ratsfraktion wird in der Sitzung des Kultur-, Schul- und Sportausschusses am 20.02.2013 der Einrichtung einer integrativen Lerngruppe an der Gesamtschule Schermbeck zustimmen. Hierfür sprach sich die Fraktion im Rahmen ihrer Sitzung vom 18.02.2013 einstimmig aus.

"Die Gemeinde Schermbeck und der Kindergarten Hand in Hand waren in diesem Bereich bereits bei der integrativen Kinderbetreuung Vorreiter. Die CDU begrüßt die Ausweitung auch im Schulbereich." erläuterte Christian Hötting.

Im Rahmen der Inklusion und damit der gemeinsamen Beschulung von behinderten und nicht behinderten Kindern kommt dieses Thema auf alle Schulträger in den nächsten Jahren zu. Wer hier bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention früh handelt, erspart sich überstürztes Handeln in der Zukunft.  Auch darum ist die Einrichtung der Gruppe sinnvoll.

Inklusion und integratives Lernen sind jedoch sensible Bereiche, welche wachsen müssen. Sie können nicht erzwungen werden.

Hier sind auch übergeordnete Stellen und vor allem das Land Nordrhein-Westfalen in der Verpflichtung.

"Wer wie Schulministerin Löhrmann (Grüne) den Kommunen die Kosten für die Inklusion komplett alleine aufbürden will und unrealistische Rechtsansprüche formuliert, für die weder die Kommunen noch das Land im mindesten vorbereitet sind, riskiert das Scheitern des Projektes Inklusion." ergänzt CDU-Fraktionschef Klaus Schetter.

Darum gilt für die CDU:

Zuerst, qualifizierte Pädagogen ausbilden und bereitstellen, pädagogische Konzepte entwerfen und die baulichen und fachlichen Voraussetzungen schaffen. Erst dann kann ein Rechtsanspruch formuliert werden. Mit einem frühen Rechtsanspruch ohne Grundlagen schafft man sich dieselben Probleme wie bei der Umsetzung der U3-Betreuung. Für die CDU ist das Land hier in der Pflicht die Inklusion zu finanzieren und den Eltern die Wahlfreiheit zwischen integrativem Lernen an einer Regelschule und dem Besuch einer Förderschule zu überlassen. Es geht an erster Stelle darum, für alle betroffenen Kinder ein vorteilhaftes Lernumfeld zu schaffen. Dazu gehört aber auch die Wahlfreiheit der Eltern dies für ihr Kind zu entscheiden.

"Hiervon sind die Pläne der grünen Schulministerin aber meilenweit entfernt. Der Kreis Wesel verfügt über exzellente Förderschulen. Hier dürfen nicht sinnlos Strukturen zerschlagen werden." äußert sich Hötting besorgt, der als Kreistagsabgeordneter die Schulen kennt.