SPD-Vorstoß zum Thema Mietkosten ist Angriff gegen private Kleinvermieter und mittelständische Makler

Mit völligem Unverständnis reagiert die MIT Schermbeck auf die Ankündigungen von SPD und Steinbrück zum Wohnungsmarkt. Der Vorstoß, die Mietpreise zu deckeln - und das sowohl für Bestandsmieten, als auch Neuvermietungen - und gleichzeitig zwangsweise die Vermieter für Maklergebühren aufkommen zu lassen, gefährdet Neuinvestitionen im Wohnungsbau.

Der neue Vorstoß des SPD-Kanzlerkandidaten wird vor allem massive Nachteile für diejenigen Wohnungseigentümer bringen, die nur wenige Wohnungen vermieten und auf die Makler angewiesen sind. Erstaunlich ist vor allem, dass durch diesen Vorschlag die großen Wohnungsbaugesellschaften, die in der Vergangenheit von der SPD häufig als „Heuschrecken“ betitelt wurden, gestärkt hervorgehen würden. Diese vermieten Wohnraum oft nicht über Makler, sondern haben ihre eigenen Büros. Durch die Deckelung der Mietkosten würde außerdem die Investitionsfreudigkeit in den Wohnungsbau gesenkt. Ein wichtiges Fundament des Wohnungsmarktes sind private Kleinvermieter und Immobilienbesitzer. Sie vermieten knapp 15 Millionen Wohnungen. Ihr Geld zur Altersvorsorge stecken Sie in den Wohnungsbau. Bei niedrigeren Renditen beim städtischen Wohnraum wird der schon zu beobachtende Trend hingegen verstärkt, in Bürobau zu investieren, so die Befürchtungen der Mittelständler. Aber genau das Gegenteil, nämlich Objekte mit bezahlbaren Mietwohnungen, seien notwendig, um den seit Jahren anhaltenden Trend der Mietpreiserhöhungen in den Ballungsgebieten entgegenzuwirken. Peer Steinbrück sucht nach seinem verpatzten Start in die Kanzlerkandidatur nun den Ausweg durch einen Linksrutsch in seinen Positionen, auch auf dem Feld des Mietrechts, und verlässt dabei die politische Mitte.